Neue Eigentümerstandortgemeinschaften: Urban Improvement Districts (BID, HID, NID) / Innovationsbereiche (§171f BauGB)

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"Urban Improvement Districts"
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"Urban Improvement Districts" (Kreutz, Krüger, Wickel 2007) oder "Innovations- bereiche" sind Gebiete, die aufgrund privater Initiative und unter Beteiligung der Betroffenen vor Ort von den Gemeinden rechtlich festgelegt werden, damit die Grundeigentümer mit eigenen finanziellen Mitteln und in eigener Verantwortung Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Quartier durchführen können. Hierzu wird in vielen Modellen ein Aufgabenträger beauftragt, der mit den Grundeigentümern und den Nutzern im Quartier ebenso kooperiert wie mit den städtischen Dienststellen. Finanziert werden die "Urban Improvement Districts" durch eine Abgabe, die von der Gemeinde bei allen Grundeigentümern im Gebiet eingezogen wird.

"Urban Improvement Districts" oder "Innovationsbereiche" können als eine neue Form von Public-Private-Partnership in der Stadtentwicklung charakterisiert werden. Hoheit- liche Instrumente werden eingesetzt, um private Initiative und Engagement z.B. zur Qualitätsverbesserung des räumlichen Umfeldes zu unterstützen. Gleichzeitig hilft das Instrument dabei, die Aktivitäten der privaten Akteure und öffentlichen Träger in den Gebieten besser zu koordinieren. Eine einführende Veröffentlichung über das Modell der Urban Improvement Districts finden Sie hier.

"Urban Improvement Districts" befinden sich in Deutschland weiterhin in der Entwicklung. Die derzeit bekannteste und in mehreren Bundesländern bereits in der Umsetzung bzw. Diskussion befindliche Form sind die Business Improvement Districts (BID) zur Aufwertung von Geschäftsstraßen und Einkaufsgebieten.  Eine erforderliche Landes- gesetzgebung für die Einrichtung von BID gibt es mittlerweile in acht Bundesländern (Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein).

Noch neu in der bundesdeutschen Diskussion sind die
Housing oder Neighbourhood Improvement Districts (HID/NID)
oder "Innovationsquartiere" für Wohngebiete und gemischt genutzte Quartiere.
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat in 2007 als erstes Bundesland eine gesetzliche Grundlage für die Schaffung von "Innovationsquartieren" (HID und NID) geschaffen, die zum 1. Dezember 2007 in Kraft getreten ist. Ausführliche Informationen zum Ham- burger "Gesetz zur Stärkung von Wohnquartieren durch private Initiativen" finden Sie hier.

Unter der Bezeichnung "Eigentümerstandortgemeinschaften" werden dieses gesetzliche Modell und andere Ansätze der Eigentümerkooperation seit Ende 2008 auch im Rahmen der ExWoSt-Forschung  des Bundes näher untersucht.

Alle Veröffentlichungen aus der Forschungsarbeit der HCU zu "Urban Improvement Districts" finden Sie hier.

Informationen zum Internetportal

Dieses Informations- und Dokumentationsportal wird vom Arbeitsgebiet Projektmanagement der HafenCity Universität Hamburg (HCU) betreut und dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.

Sie können auf diesen Seiten Informationen über Projekte, Veröffentlichungen und rechtliche Grundlagen zu den verschiedenen "Urban Improvement Districts" in Deutschland sowie internationale Projektbeispiele finden. Hierzu stellen wir vor allem Verweise auf andere Internetseiten zur Verfügung. Sie erhalten hier aber auch Veröffentlichungen direkt zum download.

Das Internetportal ist seit Juni 2007 online und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell finden Sie über 410 verlinkte Web-Adressen und Dokumente auf unseren Seiten.
Die durchschnittlichen Zugriffszahlen seit der Onlinestellung liegen bei 3.563 Besuchern und 5.879 Seitenzugriffen pro Monat.
Nähere Informationen zu den Nutzerdaten finden Sie hier.

Im April 2009 wurde das Informations- und Dokumentationsportal mit dem Label "Nationale Stadtentwicklungspolitik" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ausgezeichnet. 

Unsere Forschung zu Urban Improvement Districts ist Teil des transnationalen Interreg-Projektes Making Places Profitable - Public and Private Open Spaces (MP4) (2008-2012) im Rahmen von Interreg IVB NSR.

Letzte Aktualisierung dieser Seiten am 16. Dezember 2014

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Verantwortlich für den Internetauftritt sind Professor Dr.-Ing. Thomas Krüger und Dipl.-Ing. Stefan Kreutz von der HCU.

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